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28.07.2008 - 03.08.2008
Meuterei - Wölflinge am Ruder!

 

Der Bericht

Lange haben wir diesen Tag entgegen gefiebert, endlich war es soweit. Die sieben mutigsten Wölflinge des Stammes Cedric, Hendrik, Jonathan, Marcel, Lennart, Lukas und Simon, ihre Leiter Bärbel, Dennis, Hilde, Jenny und Herr Unterste-Wilmes machten sich auf nach Westernohe zur Meuterei.
Schnell war das Gepäck verstaut, die nervösen Eltern beruhigt, der vergessenen Schlafsack geholt und schon ging es los.
Nach gut zwei Stunden kamen wir in Westernohe an. Die Zelte wurden schnell auf gestellt , wobei allen Meutern eine Aufgabe beim Aufbau zugewiesen wurde. Wie schnell unsere Zelte standen, für die Jurtenburg die aus 5 Jurten bestand bauten sie bereits seit einem ganzen Tag.
So schnell wie die Zelte aufgebaut wurden so schnell zeigte sich auch der Hunger, der erste Kuchen wurde verputzt, Unmengen an Tee und Wasser getrunken.
Nach der Arbeit sollte das Vergnügen nicht zu kurz kommen, Dennis und Jenny machten sich mit den Wö`s auf zur Krombach-Talsperre. Quer über den Platz ging es, über eine Weide mit Kühen und endlich war man da. Wie herrlich doch das kühle Nass tat.
Während dessen fuhren Bärbel, Hilde und Kevin ( Kevin ist von Lünen-Süd und stand uns als Helfer zur Verfügung ) erstmal nach Rennerod einkaufen. Aufgrund der Witterung waren unsere Wasservorräte doch schon stark reduziert, auch die eine oder andere Melone wurde noch mitgenommen.
So schnell ging dieser Tag zu Ende, viel, viel zu schnell. Am Abend gab es Knödel mit Curry-Fleischwurst, einfach himmlisch unter freien Himmel zu essen.
Es wurde eine ruhige Nacht, sternenklare Nacht, die mit dem Lesen einer Gruselgeschichte eingeläutet wurde. Nicht alle Wö`s haben das Ende der Geschichte noch mitbekommen.

Am Dienstagmorgen fragten sich Bärbel und Hilde, was mit den Kindern los ist. Es war sieben Uhr und die Wö`s schliefen noch immer. Erst um acht Uhr wurden sie langsam wach. Sowas hatten die Beiden noch nie erlebt, man lernt immer dazu. Außerdem schadet es nichts, wenn man als Leiter auch mal länger schlafen kann. Und was haben die Wö`s so wenn sie wach sind, Hunger. Schnell war ein Brot geschmiert das bis zum Frühstück reichen sollte.
An diesem Tag wollten wir uns mal den Platz angucken, uns anmelden , schnitzen und mal in Ruhe spielen. Die Wö`s gingen auch in den" Zombi-Wald" und kamen mit einigen Entdeckungen, unteranderem einen Blutstein, Teelichtern und einem zerrissenen Rover-Tuch zurück.
Nachmittags bezog es sich, eine tolle Regenfront mit Hagel, Blitz und Donner zogen auf uns zu. Die Kinder waren mit Dennis und Jenny unten auf dem Spielplatz und haben sich in der Anmeldung untergestellt. Bärbel und Hilde hielten oben die Stellung und lenkten ankommende Kinder in die Kapelle um. Trotz des heftigen Gewitters ließen wir uns unsere Stimmung nicht verderben. Es war ein schöner Tag.
Wir sind nicht großartig nass geworden und im Zeltinneren blieb Dank der eingenähten Bodenplane alles trocken. Bei den anderen anwesenden Stämmen ist es nicht so friedlich verlaufen, spüter sah man den einen oder anderen Schlafsack zum trocknen auf der Leine. Nach dem großen Regen haben wir erstmal einen Staudamm gebaut. So richtig mit Holzbretter und ganz, ganz viel Moder. Das hat richtig Spaß gemacht.
So ging auch dieser Tag wieder viel zu schnell vorüber. Zu Abend gab es Spaghetti Bolognese, lecker. Übrigens an diesem Tag wurden 2 Kuchen gefuttert, lecker.
Als es dunkel wurde, brachen wir auf zu einer Nachtwanderung in den Zombi-Wald. Alle bis auf Cedric, Dennis und Jenny brachen diese Wanderung ab, da der Boden wegen des vorherigen Regens zu schlüpfrig geworden war , sich die Kinder und auch Hilde sich noch lang gemacht haben. Wie versprochen gab es auch an diesem , wie an jedem Abend wieder eine Gruselgeschichte.

Mittwoch der Tag der Anreisen begann wieder jeder Tag, erstmals was essen und dann frühstücken. Kurz nach 11.00 Uhr kam Berghofen an. Schluss mit der Ruhe, Berghofen hatte 4 Mädchen und zwei Jungen im Gepäck. Das Mädchenzelt wurde rasch aufgestellt, die Jungen zogen wie verabredet in unserem Zelt ein. Auch Berghofen wollte noch mal schnell schwimmen, also wieder ab zur Krombach-Talsperre. Doch diesmal fuhr Jenny mit dem Wagen und der Verpflegung hinterher.
In der Zwischenzeit kümmerten sich Bärbel und Hilde um die gelben Piratentücher, die zur Eröffnungsveranstaltung an diesem Abend in der Arena getragen werden sollten.
Der Platz füllte sich an diesem Tag, viele, viele Stämme rollten an, bauten ihre Zelte auf, es wurde richtig, richtig eng. Auch eine wichtige Entscheidung musste getroffen werden, wer vertritt die Wambeler-Wö`s im Lager-Rat? Rasch wurden Dennis und Cedric einstimmig gewählt. Später wurden sie auch die Delegierten der Paderborner Diozöse im Lager-Rat.
Nach dem Abendessen machten wir uns auf, alle Wö`s und Leiter der Diozöse Paderborn ( circa 250 Personen ) sammelten sich, übten den Schlachtruf der Diozöse "Pi-Pa -Paderborn" und machten sich gemeinschaftlich im Dunkeln mit Ihren Fackelträgern auf zur Arena.
Die Meuterei wurde eröffnet, Wölfi wurde mit einem langanhaltenden Auuuuhuuu begrüßt, der Meuterei Song gesungen. Immer wieder klang der Ruf:" Meuterei - Sei dabei!" Auch die Admiräle zeigten sich, ebenso die bösen Piraten, die die Wölflinge zu einen Kräfte messen am Samstag herausforderten.
Es war ein wirklich beeindruckender Tag, der leider viel zu schnell zu Ende ging. Doch unsere Wö`s fielen wie Steine in den Schlafsack und schliefen ganz, ganz schnell ein.

Ab Donnerstag mussten wir unsere Kinder wecken, 8.30 Frühstück , der Dorf-Rat traf sich ( wie jeden Tag ), um 10.00 Uhr ging es ab in die Entdecker - Gruppen.
Verzweifelt haben wir Leiter unsere Kinder gesucht, nichts gefunden. Wo die sich wohl rumtrieben? Keine Ahnung! Aber um 15.00 Uhr waren sie dann wieder da, schnell einen Kuchen gegessen, was getrunken und schon ging es ab, den Berg hinunter nach "Gotland", der Vergnügungswiese mit einer Wasserrutsche, riesen Hüpfburg, lebenden Kicker, Sumi-Ringern, Kisten klettern und, und, und... Viel zu schnell verging der Nachmittag.

ähnlich wie der Donnerstag verlief auch der Freitag, früh Frühstücken, und ab in die Entdecker-Gruppen. Die Leiter machten sich, nach dem Spülen, wieder auf die Suche nach den Kindern. Diesmal hatten sie mehr Glück, den einen oder anderen haben sie gesehen. Der Nachmittag stand dann zur freien Verfügung, da haben wir erstmal, Kub, Wikingerschach gespielt. Nach dem Abendessen gab es eine Aktion in der Diozöse, böse Piraten haben unser "M " gestohlen, da hatten wir nur noch eine EUTEREI. Sofort brachen die Wö`s auf um das "M" zurück zu erobern. Danke wichtigen verschlüsselten Hinweisen haben wir das auch geschafft. Um gut 22.30 gingen die Wö`s dann ins Bett und schliefen wie immer direkt ein.
Ach ja, was machen eigentlich die Leiter wenn die Wö`s schlafen? Nun ja, die quatschen mit einander, denn nun haben sie ja Zeit dazu, der eine oder andere ging in den " Singel-Treff", eine Jurte unten beim Eingang, um altbekannte Leiter zu treffen und neue Leiter kennenzulernen. Jedoch bleiben immer zwei Leiter in Sichtnähe bei den Kindern, falls mal einer Wach wird, getröstet werden muss, oder sonst ein Problem hat.
Schon nahte der Freitag wie immer, aufstehen, Pipi machen und waschen( mit anstellen ), frühstücken, Lunch-Paket packen, und los ging es in die Entdeckergruppen.
Die Leiter vergnügten sich mit Spülen , Handtücher aufhängen und Kinder suchen. So langsam spielte sich das Programm ein. Nachmittags ging es ab auf die Inseln Brownsea Island ( riesiger Sportplatz ), Tahiti (relaxen im Liegestuhl) und nach Galapagos ( Allerlei Workshops mit Wind und so weiter ). Viel zu schnell ging auch dieser Tag vorbei.
Nach dem Abendessen machten sich die Stämme von Dortmund auf zu einer weiteren Nachtwanderung, nicht in den Zombi-Wald, sondern in den Mörder-Wald. Das war schon sehr, sehr gefährlich in diesen Wald ohne Taschenlampe zu gehen. Gut das die Leiter die Wö`s zum Schutz dabei hatten, denn auch das Wildschwein mit dem einen roten Auge und dem spitzen Zahn hat man in Westernohe schon gesehen. Keine Angst, alle sind putzmunter wieder bei den Zelten eingetroffen und wieder ganz, ganz schnell eingeschlafen.

Samstag, der letzte ganze Tag in den Entdeckergruppen brach wie jeder Morgen an. Schnell Pipi machen, waschen ( man hat schon Routine im Anstellen ), was essen, Geschirr ab zu den Leitern, Lunchpaket packen und los geht's.
Es war ein langer Tag, die Leiter begannen bereits mit dem Abbau der trockenen Zelte, die letzte Nacht wollten wir in der Kapelle verbringen. Als die Wö`s zurück kamen sah der Platz schon recht komisch aus, überall waren hellgrüne Flecken zusehen wo vorher unsere Zelte standen. Nachdem die Wö`s feststellten, dass alle Sachen incl. Kuscheltiere bereits in der Kapelle lagen, wurden sie ruhiger. Alle fragten sich wie sie wohl wird, so eine Nacht in einer Kapelle.
Erstmal ging es direkt ab zum Sportplatz, dort gab es Hotdog, Bananen und natürlich Möhren zur Stärkung. Doch wir hielten und nicht lange auf, es ging direkt weiter zurr Arena, die große Abschlussveranstaltung begann.
Zuerst kam es zu dem Kräftemessen, das die Wö`s gemeinsam mit Wölfi locker gegen die heimtückischen Piraten gewannen. Dann wurde es gemütlich, es gab ein Live-Band Konzert. Ganz schön laut, natürlich haben wir mitgesungen und abgezappelt. Es war ein wirklich gelungener Abschluss, jedoch war der eine oder andere vom bisher Erlebten schon ganz schön geschafft. Und jetzt auch noch die Nacht in der Kapelle. Keiner hatte bisher in einer Kapelle ( Kirche ) geschlafen.
Kaum waren wir zurück, wurden die Iso-Matten ausgerollt, das Kuscheltier gesucht, das Licht gelöscht und zum letzten mal die eine oder andere Gruselgeschichte vorgelesen. Schnell schliefen alle ein bisschen mit Wehmut ein.
Diese Nacht über hat es geregnet, alle, nein nicht alle Zelte, denn Dortmund hatte in der Kapelle geschlafen, waren nass. Was waren wir froh das wir vorgesorgt hatten.
Der letze Morgen brach an, alles musste verpackt werden, das Frühstück war früher als sonst und anschließend ging es um 9.00 Uhr ab zum Gottesdienst. Bereits um 13.30 Uhr kam der bestellte Trecker um unsere Zelte und möglichst viel Gepäck zum Busparkplatz zu fahren. Die Autos wurden vom cica 2 Kilometer entfernten Parkplatz geholt und mehrfach mit den Resten beladen. In der Zwischenzeit vergnügten sich die Wö`s auf dem Spielplatz nahe des Einganges.
Schon war der Bus da, fix beladen mit Material, Gepäckstücken und Kindern. Der Busfahrer meinte in cirka 3 Stunden sei er dann in Dortmund, Fehlinformation, es waren nur knappe 2 Stunden Rückfahrt. Während der Fahrt hörte man nur das ruhige Atmen der Kinder und Leiter,
- geschafft-.
Dortmund hatte uns wieder, empfing uns mit Wind und Regen, schnell wurde der Bus ausgeladen, die Eltern begrüßt und ein Abschied-Liedchen gesungen.
Diese Woche ist so schnell vorbei gegangen, eine Woche voller Abenteuer und Erlebnisse, voller Spaß , Spiel und leckerer Kuchen. Eine Woche voller Herausforderungen, eine tolle Woche war es. Leider konnten wir kein Feuermachen, so gab es auch leider keine Lagerfeuerrunden mit kokeln und singen, Schade. Doch das holen wir noch nach, Versprochen ist Versprochen.
Und seid ihr wieder bereit wenn wir rufen :

Auf zum nächsten Abenteuer, Wö bist du bereit, bist du dabei????? Dann pack deine Isomatte, den Schlafsack und komm mit wenig Gepäck.

 

Hier nun einige Sprüche:
"Du, hier stimmt was nicht, ich bin nur hierher gegangen und jetzt ist meine Zahnpasta plötzlich aus meiner Hand verschwunden, ehrlich."

Nachdem eine Bürste und Duschdas auf der Wiese gefunden wurde: "Ja, das ist meins, wie kommt das denn jetzt auf die Wiese? Ich war doch gestern duschen."

"Jetzt geh dir doch bitte mal die Hände waschen, so kannst du doch nicht essen."
Antwort; "Hab ich doch schon, nutzt nichts, waren sofort wieder dreckig."
"Dann versuch es doch bitte mal mit Seife."
Grübbel, Grübbel.

Morgens circa 28. Grad im Schatten,
"Ist dir kalt?"
"Nee!"
"Warum hast du dann einen Pullover und eine lange Hose an?"
"Irgendwie habe ich nur noch einen Pullover dabei, Mama hat wohl vergessen mir T Shirt`s einzupacken und das von gestern ist verschwunden."
"Nah dann lass uns mal gucken, das glaub ich nicht."

Auf dem Weg zur Talsperre:
"Sag mal wo ist denn dein Rucksack?"
"Brauch ich nicht, hab mein Handtuch dabei und die Badehose schon an."
"Aha, meinst du nicht, dass ein Rucksack besser wäre, immerhin ist die Talsperre circa 3 Kilometer entfernt, also 2 mal soweit wie von der Comenius-Schule bis zur Britten Siedlung."
Grübel, Grübel
"Na gut ich hol ihn schnell."

"So, jetzt will ich nach Hause, zuerst ist meine Zahnpasta weg, dann meine Zahnbürste und jetzt auch noch meine Taschenlampe ich will sofort nach Hause."
"Geh doch nochmal nachschauen, es muss alles bis auf die Zahnpasta in deinem Zelt sein."
Nach 5 Minuten
"so, jetzt habe ich meine Zahnbürste wieder gefunden, aber die Zahnpasta ist immer noch verschwunden und was ganz schlimm ist, meine Taschenlampe."
"Ok, jetzt suchen wir mal zusammen, ich habe nämlich magische Augen und Hände."
"Glaub ich nicht."
"Doch das stimmt, du wirst es ja sehen und ich geb dir auch meine Zahnpasta."
"Die nehm ich nicht, die vom Simon schmeckt viel besser als deine."
3 Minuten später,
"Kannst du mal kommen und hier in deinem Schlafsack fühlen?"
"Meine Taschenlampe!!"
"Hab ich doch gesagt, magische Augen und Hände. Und willst du noch nach Hause?"
"Nee."

"Du bist aber schnell von der Toilette wieder da."
Grinz, "ich bin direkt in die Büsche gegangen, die Schlange war zu lang, aber bei den Mädchen gibt es jetzt Dixi-Klo`s."
In der Toilettenschlange:
"kleines Wö Mädchen, du hast ja eine tolle Jeans an, die ja sogar ein bisschen Rosa, wo gibt es denn die?"
Gibt es nicht zu kaufen, hab nur ein rotes T-Shirt mit gewaschen."
Grübel , Grübel

An dieser Stellen möchten wir Leiter uns bei Ihnen bedanken, zum Einen für das entgegen gebrachte Vertrauen uns Ihre Kinder mit zugeben, zum anderen für die leckeren Kuchen und zuletzt für die tolle Überraschung bei der Ankunft.